Die ersten Monate sind überstanden, die Probezeit ist bestanden – und damit verschiebt sich die Ausgangslage. Wer sich bewährt hat, kann das Ende der Probezeit als natürlichen Anlass nutzen, um über das Gehalt zu sprechen. Vorausgesetzt, man geht es richtig an.
Warum der Zeitpunkt günstig ist
Nach der Probezeit hat der Arbeitgeber Sie kennengelernt und in der Praxis erlebt. Das anfängliche Risiko, jemanden einzustellen, ist verschwunden. Wer in dieser Phase überzeugt hat, sitzt am Tisch mit einer besseren Karte als zu Beginn – man ist eingearbeitet und wird gebraucht.
So bereiten Sie sich vor
- Erfolge benennen: Was haben Sie in den ersten Monaten konkret beigetragen oder schneller gelernt als erwartet?
- Mehr Verantwortung sichtbar machen: Hat sich Ihr Aufgabenbereich seit dem Einstieg erweitert?
- Realistisch bleiben: Direkt nach der Probezeit ist Spielraum oft begrenzt – ein moderater Schritt ist glaubwürdiger als eine große Forderung.
Wenn jetzt nicht der richtige Moment ist
Manchmal wird ein Gehaltsgespräch direkt nach der Probezeit vertagt, etwa auf das erste Jahresgespräch. Das ist kein Nein, sondern ein Aufschub. Wichtig ist, eine konkrete Perspektive zu vereinbaren: Wann wird das Thema erneut besprochen, und woran wird der Erfolg gemessen?
Auch wenn die Probezeit vor allem den Arbeitgeber absichern soll – sie ist eine beidseitige Prüfung. Wer in dieser Zeit gemerkt hat, dass die Stelle passt und man gebraucht wird, kann selbstbewusst auftreten. Genau diese ruhige Sicherheit, gepaart mit guten Argumenten, macht das Gespräch nach der Probezeit erfolgreich.