Tarifvertrag oder außertariflich: Wo Sie besser fahren

Tarifvertrag oder außertariflich: Wo Sie besser fahren

In Stellenanzeigen und Verträgen taucht oft die Frage auf: Wird nach Tarif bezahlt oder außertariflich? Hinter den sperrigen Begriffen stecken zwei sehr unterschiedliche Welten der Vergütung – mit Vor- und Nachteilen auf beiden Seiten.

Sicherheit gegen Spielraum

Ein Tarifvertrag legt Gehälter, Arbeitszeiten und Zulagen verbindlich fest. Das schafft Verlässlichkeit: Erhöhungen sind ausgehandelt, die Eingruppierung ist nachvollziehbar, Willkür hat wenig Platz. Außertarifliche Verträge sind freier verhandelbar – was nach oben Luft lässt, aber auch nach unten weniger schützt.

Was die beiden Modelle unterscheidet

  • Planbarkeit: Tarifliche Erhöhungen kommen regelmäßig, außertarifliche müssen Sie selbst aushandeln.
  • Verhandlungsspielraum: Außertariflich Beschäftigte können individuell mehr herausholen – oder weniger.
  • Zusatzleistungen: Tarifverträge enthalten oft Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie geregelte Zuschläge.

Was zu Ihnen passt

Wer Sicherheit und klare Strukturen schätzt, ist im Tarif gut aufgehoben. Wer überdurchschnittlich verhandeln kann und in einer Position mit individuellem Wert sitzt, holt außertariflich womöglich mehr heraus. Entscheidend ist die eigene Verhandlungsstärke und das Sicherheitsbedürfnis.

Wichtig ist, den Bezugspunkt zu kennen: Ein außertarifliches Gehalt sollte spürbar über der höchsten Tarifstufe liegen, sonst verzichtet man auf die Vorteile des Tarifs, ohne dafür entlohnt zu werden. Wer das im Blick behält, kann die beiden Welten nüchtern vergleichen – und die für sich passende wählen.